Wie schon vor 30 Jahren Unibesetzungen – cool und gleichzeitig bestürzend

•7. November 2009 • Kommentar schreiben

Noch ein Flashback, wo ich letztens doch schon so einen eigenen hatte, siehe meinen Blog. Schon damals vor 30 Jahren gab es Unibesetzungen/Unistreiks aus genau den gleichen Gründen und mit gleichen Forderungen.
Cool und gleichzeitig bestürzend.
Cool, weil die Studenten sich wehren, und bestürzend, dass es immer noch um die Gelichen Forderungen geht – eine freie Universität, die allen offen steht und nicht nur priviligierten.
Aufmerksam geworden bin ich durch einen wirklich klasse Blog. In den deutschen Medien wird so gut wie nichts darüber berichtet. Aber wer mehr wissen will, die beiden emsigen und wirklich guten Blogbetreiber habe eine geniale Linksammlung zusammengetragen.

At what speed must I live?

uniprotest 2.0

Die ersten Amtshandlungen der neuen Bundesregierung – welch ein Hohn

•7. November 2009 • Kommentar schreiben

Deutschland befindet sich endlich wieder im Krieg und die CDU/CSU ist begeistert. Es ist zwar kein richtiger Krieg nur gegen Aufständische in Afghanistan. Aber Deutschland ist endlich wieder kriegführende Nation. Wie ich vor der Wahl schon sagte, die CDU/CSU sieht Deutschland wieder auf dem Weg zur Weltmacht.
Völlig vergessen, dass Deutschland in den 60ern und 70ern eine wichtige Vermittlerrolle im Ost-West-Konflikt, Nord-Süd-Dialog und zwischen den Religionen hatte. Gerade das war eine Domäne der FDP. Alles vom Tisch gewischt in einer einzigen Pressekonferenz, Hauptsache draufhauen. Egal wieviele dabei draufgehen.

Nicht minder die Verlautbarungen zum Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenzahlen sind rückläufig heisst es, aber gleichzeitig heisst es die Agentur für Arbeit macht eine milliardenschweres Defizit, weil die Arbeitslosenzahlen gestiegen sind. Also über solch kleinliche Widersprüche sollte man doch wirklich dezent hinwegsehen. Schliesslich sind Arbeitslose ja in erster Linie Futter für die Statistiken, die man, je nachdem wies gebraucht wird, manipulieren kann.

Herr Westerwelle behauptet immer noch mit der Ausbeutung der Bürger ist jetzt Schluss (was hat das mit Aussenpolitik zu tun?), obwohl inzwischen alle Fakten auf dem Tisch liegen, wie die Steuerentlastungen den Bürgern doppelt und dreifach wieder aus der Tasche gezogen werden sollen. Die Frage ist ja auch, welche Bürger will er entlasten? Die FDP hat nie gesagt, daß alle Bürger entlastet werden sollen.

Die neue Gesundheitspolitik schlägt schon zu

•7. November 2009 • Kommentar schreiben

Nun werden die ersten Medikamente für schwerkranke Menschen auf Privatrezept umgestellt. Ein Medikament meiner Frau, das gut verträglich ist und wenig Nebenwirkungen hat, wird zu Gunsten eines für die Krankenkassen „billigeren“ Medikaments mit erheblichen Nebenwirkungen nicht mehr auf Krankenkassenrezept verschrieben, sondern nur noch auf Privatrezept.
Nun kann die Konservativ-liberale Koalition endlich ungehindert Politik für die Reichen in unserem Land machen.
Wie sagte Herr Westerwelle gestern so schön: „Dass die Abkassierpolitik der großen Koalition jetzt zu Ende gehen muss“ – Genau denn nun beginnt erst die richtige Abkassierpolitik. Jetzt darf man doppelt dafür bezahlen gesund zu bleiben. Erstmal an die Krankenkasse, dafür dass man überhaupt zum Arzt gehen darf und dann nochmal an die Pharmaindustrie dafür, daß man leben darf.

Flashback-Zeitsprung: Heute vor 30 Jahren

•25. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

Der Oktober vor 30 Jahren war für mich eine absolut lebensverändernde Erfahrung.
Ich war aus meiner Heimatstadt weggezogen nach Köln, es war nicht meine erste Wohnung, aber eine völlig neue Stadt.
Ich hatte mit dem Studium angefangen. Geschichte, Theater-Film-Fernsehwissenschaft, Germanistik. Eigentlich wollte ich ja mal Psychologie studieren, aber den NC hatte ich verpasst. Nun da ich sowieso Musik machte und Kabarett, wollte ich etwas in dieser Richtung machen. Dazu war und bin ich ein absoluter Erich Kästner Fan, der hatte Deutsch, Geschichte und Theatergeschichte studiert. Smile.
Ein Glück war dass viele meiner Freunde auch nach Köln gegangen sind. Es war die schönste Zeit meines Lebens dort in Köln zu studieren. Ich lernte sehr viele wunderbare Menschen kennen. Köln hatte damals schon ein Nachtleben wie kaum eine deutsche Großstadt neben Berlin und München. Das Luxor und das Blue Shell sind immer noch mit die angesagtesten Läden für Nachtleben und Konzerte. Cool.
Nur als Info für die NAchgeborenen: Damals hatten wir weder Handys noch Internet. Die meisten von uns hatten noch nicht mal ein Telefon. So war es notwendig sich rechtzeitig vorher zu verabreden, wenn man Samstagabend ausgehen wollte. In Köln konnte es dann schonmal passieren, dass man sich verpasste, wenn man zu spät kam. Und so zog ich manche Samstag Nacht alleine durch die Nachtlokale, um am Montag in der Uni dann zu hören, daß die anderen auch z.B. im Blue Shell gewesen sind nur eben früher als ich.
Ich war in dem Sommer 1979 für 3 Monate bei meinem Bruder in Melbourne gewesen. Australien war eine Erleuchtung für mich. Ich habe nie wieder so eine geniale Mischung aus Disziplin und Südländischer Lebensweise erlebt. Die Menschen dort kennen kein Vordrängeln, kein Schubsen kein ich habe es eiliger wie Du oder ich bin besser wie Du. Weil alle dort zeit haben, unendlich viel Zeit. Der Hauptzweck der Arbeit ist die Freizeit vernünftig zu gestalten, dafür macht man gerne Überstunden, um die in einer sinnvollen Form wieder abzufeiern.
Ein Freund meines Bruders war auch zu Besuch damals, er lebte auf Papua und machte auf mich den Eindruck eines Gurus. So eine Ruhe und Weisheit strahlte er aus. Aber er war eigentlich nur ein Farmer.
Das waren meine Eindrücke die ich mitbrachte und die mich völlig verändert hatten.
Das war mein Leben in diesem warmen Oktober 1979.
Gleichzeitig marschierten die Sowjets in Afghanistan ein, aus den selben Gründen wie heute die Amerikaner und mit denselben Problemen. Dies und der NATO-Doppelbschluss sorgten für eine neue Eskalation des Kalten Krieges. Das bedeutetete für uns Menschen, daß jeden Moment die Erde in die Luft fliegen konnte. Jede Sirenenübung bedeutete kalte Angst.
Die Grünen zogen 1979 zum erstenmal in Bremen in ein Landesparlament ein. Noch gab es keine Bundespartei.
Das Atomare Endlager in Gorleben war Dauerthema. Es war das Jahr der Hausbesetzungen. Beides war ständiger Stoff für Demonstrationen und harten Auseinandersetzungen mit der Polizei. Es wurden Telefonlisten eingeführt unter den linken Studenten. Man wurde über eine Demo, eine Hausbesetzung oder auch eine Räumung eines besetzten Hauses von jemandem informiert und hatte genau eine Telefonnummer, die man selber informieren musste. Heute würde man das wohl als Flashmob bezeichnen. Gleichzeitig gab es Tips und Infos, woran man erkennen konnte, dass ein Telefon abgehört wurde. Schließlich befanden wir uns in einem Deutschland, das überall Terroristen und Sympathisanten vermutete, wo es um eine andere politische Meinung ging. Für mich begann an der Universität überhaupt ein verstärktes politisches Leben.
Im Kino starteten Apokalypse Now und Alien, die ich beide nicht im Kino gesehen habe. Dafür habe ich mir 2 Wochen später dann Quadrophenia den Film von The Who angesehen. Immerhin war das schon lange meine Lieblingsplatte.
Musikalisch änderte sich auch alles New Wave und Punk beherrschten mich und die Hitparaden. Joe Jackson, The Police, Gary Numan’S Tubewayarmy, Peter Gabriel, das waren meine Topacts 1979 und sie veränderten meinen Musikgeschmack total. Heute ist vielleicht nicht mehr so klar, dass Peter Gabriel einer der wichtigsten New Wave Musiker war. Es war keine Genesismusik, die er Solo produzierte, sondern purer New Wave.
Aber es spielten diesen Oktober 1979 auch Supertramp in Köln in der Sporthalle mit ihrer Breakfast in Europe Tour.
Die neue Generation Musiker war schon am Start, die alte noch auf ihrem Höhepunkt.

Die Legende von Paul und Paula – gerade im Fernsehen

•4. Oktober 2009 • Kommentar schreiben

Gerade im Fernsehen auf Arte:
Die Legende von Paul und Paula. Einer der schönsten deutschen Filme

Die Legende von Paul und Paula

Erstaunlich wie sehr dieser Film auch die Menschen im Westen angesprochen hat. Überhaupt hat der Plenzdorff, der das Drehbuch schrieb, den Ton der Zeit getroffen. Hatte er doch zur gleichen Zeit ein geniales Theaterstück in den ost- und westdeutschen Theatern: Die neuen Leiden des jungen W.
Und wovon erzählte dieser Plenzdorff?
Von der Freiheit.
Nicht von der Freiheit wie sie heute verstanden wird, eine Partei wählen zu können oder ein politisches System. Nicht die Freiheit, wie sie der Westen damals verkauft hat, Sex mit jedem und zu jeder Zeit haben zu können.
Sondern echte Freiheiten:
Die Freiheit zu entscheiden wann man eine Beziehung eingeht und wieder beendet. Nicht wie es heute noch in unserer Gesellschaft ist, dass eine Beziehung aus gesetzlichen Gründen ewig halten muss, dass das Ende einer Beziehung auch moralisch eine Katastrophe ist. Die Freiheit eine neue Beziehung einzugehen, wenn es so kommt. Die Freiheit zu entscheiden wann, was und wo man arbeitet. Wer kann das schon?
Die Freiheit seine Kinder nach den eigenen Vorstellungen zu erziehen. Das glauben viele, daß sie es tun, aber wehe wenn es der Gemeinde nicht gefällt.
Die Freiheit zu entscheiden, wann man stirbt. Nicht nur das unwürdige Verdikt, dass Menschen von Beamten, Maschinen und Ärzten bis zum letzten Atemzug gezwungen werden. Sondern auch sein Leben einzusetzen.

Und vermutlich deshalb ist vielen der Film heute unverständlich, denn viele haben schon vergessen, was Freiheit bedeutet.

Ein jegliches hat seine Zeit.

Deutschlandwahl: Der Kater danach

•29. September 2009 • Kommentar schreiben

Ernüchterung bei der SPD. Sind sie bald weg vom Fenster?

Zwei Trends sind klar ersichtlich, die Menschen sind Wahlmüde und es gibt keine grossen Parteien mehr in Deutschland.
Die beiden sogenannten „Grossen“ haben jeweils mehr als 80% der Wahlberechtigten nicht für sich überzeugen können. Da sollte sich vor allem die CDU nicht auf die Schultern klopfen, sondern sich fragen, warum die Masse der Menschen mit ihrer Politik nichts mehr anfangen kann.
Und wenn man betrachtet, dass unsere neue schwarzgelbe Regierung gerade mal ein Drittel der Wahlberechtigten repräsentiert, fragt man sich auch, woher die ihre Begeisterung nehmen.
Aber klar ist auch welches Drittel das war. Die, die in der ganzen Krise richtig erfolgreich waren.
Und die Begründung dafür, dass immer weniger Menschen wählen gehen, liefert das Ergebnis dieser Wahl wie kaum eine andere Erscheinung in unserem Land gleich mit. Soviele Menschen wollten eine Veränderung und was haben sie bekommen?
Alles wird sich ändern wie es war und alles bleibt so wie es schon immer sein wird. So erschreckend und so perspektivlos.
Und da gibts auch noch Menschen, die sich richtig drüber freuen.

Wahlen 2

•26. September 2009 • Kommentar schreiben

Morgen wird über Deutschland entschieden.

Wollen wir neues Weltmachtstreben, nach der alten Vorstellung die westliche Zivilisation wird am Hindukusch verteidigt? Oder wollen wir zurück zur deutschen Position des Vermittlers zwischen Nord- und Süd, Ost und West, Islam und Christentum, wie wir es in den 70ern und 80ern waren?
Wollen wir daß sich „Arbeit wieder lohnt“? Sprich noch grössere Kürzungen bei Hartz 1-4. Oder wollen wir eine Zukunft für alle MEnschen in unserem Land.
Wollen wir ein Finanzsystem an dem auch noch die Politiker verdienen? Oder wollen wir, daß Menschen, die die Welt mal eben für ihre Profitgier zu Grunde richten, auch dafür bestraft werden?
Wollen wir eine Welt, die immer mehr zensiert, unterdrückt und kontrolliert wird? Oder die Möglichkeit, daß Menschen mit ihrer Freiheit umzugehen lernen? Auch mit der Freiheit, Verbrechen zu sehen und auf sie zu zeigen und nicht die Augen zu verschliessen.
Wollen wir eine Welt, in der die Jugend ausgequetscht wird, damit sie unser aller Renten bezahlen darf? Oder wollen wir vernünftige Rentenversicherungen, die genau das tun was der Name sagt: Ansparen für das Alter, ohne dass dabei wieder eine Masse „Finanzgenies“ mitverdient.
Wollen wir zurück zu traditionellen Geschlechterrollen? Oder wollen wir die Emanzipation ins 21. Jahrhundert schaffen?
Wollen wir Bildung für die Reichen? Oder wollen wir eine Schule, die sich um die Ausbildung der Köpfe kümmert, nicht der Geldbörsen?

Morgen wird mehr entschieden, als vielleicht allen klar ist, besser klar gemacht wurde.

Siehe auch meinen letzten Blog:
Wahlen: Kommunalwahl in NRW und Bundestagswahl stehen an. Wen wählen?

London (go down for translation)

•21. August 2009 • Kommentar schreiben

London - Trafalgar Square + Big Ben copyright twmia

Ich habe das Gefühl, als hätte ich London das erstemal erlebt. Sooft ich schon dort war. Bei der Ankunft war ich völlig erschlagen von den Massen an Menschen überall. Wir mussten über den Oxford-Circus und die Oxfordstreet und es war unglaublich die Bürgersteige waren voller Menschen.
Wir waren froh, dass wir den ersten Abend im Hotel und im Covent Garden etwas Ruhe tanken konnten.
Müde von der Reise und den unvorhergesehenen Ereignissen. Der Zug hatte schon in Deutschland erhebliche Verspätung. Das Hotel war weg und ein Ersatz erst Mühsam beschafft. Völlig vergessen, dass mein Ladekabel fürs Handy hier in London nicht passte, war ich auch noch nicht mal in der Lage viel zu telefonieren. So schlief ich wie ein Bär. Die Nacht war heiss aber ich konnte trotzdem schlafen.
Doch morgens so gegen 4 oder 5 Uhr störte mich ein ständiges Rauschen. Erst dachte ich, wer duscht denn da so früh am morgen schon. Aber es kam nicht aus dem Haus, es kam von draußen. Es war die Stadt, die immer in Bewegung ist. Überall war ständig etwas los. So gab es ein ständiges Grundrauschen, Grundbrummen, auch wenn es tagsüber einmal still war, war dieses Rauschen da.

Es ist schon ein Erlebnis mit einem der typischen Londoner Doppeldeckerbusse durch die City zu fahren. Hoch über dem Verkehr, hat man das Gefühl als wären eigentlich doch alle Strassen frei. Trotzdem ist es unglaublich wenn all dies Busse über den Picadilly Circus fahren. Man sollte meinen, daß niemand hier durch kommt, aber irgendwie schaffen es doch alle auf die andere Seite zu kommen, ohne sich zu rammen.
Überhaupt ist z.B. der Picadilly Circus ebenso wie der angrenzende Leicester Square immer voller Menschen aller Nationalitäten und aller Farben, die sich alle gegenseitig ununterbrochen fotografieren. Ein riesiger Spass dort zu sitzen und in irgendwelche Kameras zu winken. grins

Sehr lustig die pakistanisch-indischen Jugendlichen mit 70er Jahre Afrofrisur . lol

Abends am Covent Garden war es einfach wundervoll, erholsam von der vollen Stadt in Action. Obwohl auch hier immer etwas los war. Strassenmusiker, Markt, Komödianten und Artisten sorgten für Unterhaltung, während man sehr guten Fastfood bekam. Wir sassen oft bei unserem Bier und beobachteten die Menschen. Erst die Menschen, die alle von der Oxfordstreet vom Einkaufen kamen.Dann die Angestellten die Feierabend hatten, später die ersten Abendgäste und zuletzt, die Opern- und Musicalbesucher aus den angrenzenden Spielstätten. Wundervolle Blicke ins Leben der Stadt.

Fasziniert haben mich die Engländerinnen, meist schick und elegant angezogen, mit feinen Frisuren und edlem Make-up. Aber der Eindruck wurde erst komplett, wenn sie sprachen. Als hätten sie gerade erst drei Schachteln Zigaretten geraucht in breitem Londoner-Vorort-Slang.

Vor allem Mini ist modern in London, absolut superkurze Minis. Wow. Obwohl die jungen Frauen ja erstmal laufen lernen müssen in solchen kurzen Minis und hochhackigen Schuhen. Auf jeden Fall durch die Bank weg zum anschauen süss. Dazu gehörte der typische Engländer mit kurzärmeligen Hemden und Krawatte im Büro, aber die Arme bis zum Hemdansatz vollkommen tätowiert. Lach.
Ist alles nicht ganz ernstgemeint, bis auf den Minirock. Ich bin doch sowieso totaler Englandfan.

Aber auch diese Vielfalt an Kulturen und Farben, der Menschen, Weltstadt, und es schien als kämen alle gut miteinander aus.

Erstaunlich auch, daß die englischen Jugendlichen erwachsener wirken als in Deutschland. Mit all den Problemen, die so etwas mitbringt. Die Zeitungen waren sehr mit dem Thema beschäftigt. Schwangere junge Mädchen, Vegewaltigungen, jugendliche im Internet. Es scheint mir als wären mal wieder die Mädchen schneller erwachsen als die Jungens. Man muss diese Schlagzeilen nur richtig lesen.

Eine wirklich vernünftige Einrichtung ist, daß die wichtigen Einrichtungen in London kostenlos sind, British Museum, National Galery, u.a. ok man darf was spenden. Aber wer nichts hat, kann trotzdem rein.
Vernünftig auch, dass einheimische Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren kostenlos den öffentlichen Verkehr benutzen dürfen. Aber auch Kinder von Touristen kommen für 1 Pfund pro Tag durch die ganze Londoner City.

Das Nachtleben ist auch ungewöhnlich, zuerst habe ich gedacht ok bei der Hitze ist es normal daß so viele Leute vor den Pubs und Bars auf der Strasse stehen, aber mein Sohn erklärte mir dann, daß die drinnen nicht rauchen dürfen. Am Wochenende wars dann klar ersichtlich. Vor angesagten Pubs und Bars standen manchmal bis zu hundert Leute auf dem Bürgersteig. Es gibt sogar Strassen in denen darf man nicht mehr draussen Getränke zu sich nehmen. Da gibt es Verbotsschilder.
Direkt vor dem Hotel auf der Kreuzung gab es so was ähnliches wie eine Art Einstieg oder Unterstellraum für einen Keller. Zumindest habe ich das die ganze zeit gedacht. Mitten auf dem Bürgersteig sozusagen Zentrum der Kreuzung. Bis ich dann spät abends die ersten Frauen in superkurzen Minikleidern, mit high heels reingehen sah. Dann entdeckte ich einen der angesagtesten Bars in London.
Cellar Door. Lohnt sich wirklich.

Um die Ecke gibt es jamaikanisches Fastdood, sehr scharf, sehr heiss, sehr lecker. Ossie’s Jerk Chicken. Ihr Rastafarians.
Die Ecke um den Covent Garden gefällt mir abends sehr.

Nicht so überragend waren die London Dungeons. Das einzig wirklich lohnende daran waren ein paar Englische Teenies, die bei allem anfingen zu kreischen, sonst wäre es langweilig geworden. Ich denke es ist egal in welche der seltsamen Shows man geht, die dort unter den Strassen von London warten. Besser ist eines der Theater allemal.
Werewolves of London:
Warren+Zevon: Werewolves of London
Video

Der Spruch der mich am meisten beeindruckt hat in London war: Mind the Gap. Ich meine das ist der esoterischste Spruch des Jahres für mich. Da ist noch so viel was wir nicht wissen, was wir noch nicht kennen, es gibt noch so viel zu erleben und zu tun. Mind the gap.

London - Trafalgar Square + Big Ben copyright twmia

I have the feeling, as if it was the first time i have experienced London. As often as I have already been there. At the arrival I was completely exhausted from the masses of humans everywhere. We did came over the Oxford Circus and the Oxfordstreet and it was unbelievable, the sidewalks were full of people.
We were glad that we could relax the first evening in the hotel and in the Covent Garden something peace.
Tired from the journey and the unexpected events. The journey had already a delay in Germany. The hotel was away and it was laborious to repalce it. iI had completely forgotten that my batterycable did not fit here in London for mobile phone,so i could not phone much. Thus I slept like a bear. The night was hot, but I did sleep. As in the morning about 4 or 5 o’clock a constant noise was disturbing me. Only I thought, who does shower there so early in the morning. But it did not come from the house, it came from outside. It was the city, which always is in motion. Everywhere constantly something was happening. There was a constant background noise, basic humming, even during the day if it was quiet, was this low noise.

An experience is to go by one the typical Londoner double-decker buses through the center of the town. Highly over traffic, one has the feeling, as if actually all roads were be free. Nevertheless it is unbelievable, if all these buses drive over the Picadilly Circus. One should mean that nobody comes through it, but somehow it happens that everyone gets on the other side without ramming each other.
At all the Picadilly Circus e.g. the adjacent Leicester Square are always full of people of all nationalities and all colors, which photograph each other continuously. Its an enormous fun sitting there and wave into all cameras. smile.

Very funny the of Pakistan-Indian youth with 70’s years Afroflook. lol

In the evening at the Covent Garden it was simply wonderful, relaxing of the full city in Action. Although here also there was always some action. Musicians, the market, comedians and artists provided for entertainement, while one got very good Fastfood. We often sat with our beer and watched people. People who came from the Oxfordstreet from shopping. Then the employees, who had end of working day. Later the first evening guests and last the opera and musical visitors from the adjacent theaters. Wonderful this views in the life of the city.

I was fascinated by the english women, usually elegant dressed, with fine hair-style and make-up. But the impression became only completely if they spoke. As they just smoked three boxes of cigarettes and speaking in broad London suburb Slang. Above all mini is modern in London, absolutely super+short Minis. Wow. Although the young women first have to learn how to run in such short Minis and Highheels. Anyway they look so sweetly. In addition the typical Englishman with shortarmed shirts and tie just from the office, but tattooed arms up to the shirt beginning. Laugh. Its not meant really serious, except the mini. As i am a real England fan.

In addition, this variety of cultures and colors of peoples, a real metropolitan city, and it looks as if all would get along well with each other.

Amazingly also that the English young people seem more adult as in Germany. With all the problems it brings along. The newspapers were very busy with the topic. Pregnant young girls, raping, young persons in the Internet. It seems to me as if again the girls become grown up faster as the boys. One only must read these headlines correctly.

A fine thing is that some important institutions are free in London, British Museum, Galeries, among other things. Ok one may donate. But who does not have anything, don’t have to. Fine too that children and young persons from London may use public traffic free of charge under 15 years. In addition, children of tourists will get for 1 Pound per day through the whole London City.

The night life is also unusually. First it thought, ok with the heat it is normal that so many people are standing before the pubs and bar on the road, but my son explained to me that they may not smoke inside. On weekend it was clearly evident. Before announced pubs and bars up to hundred people stood on the sidewalk. There are even roads, in which one may not take drinks outside on the street. There were prohibition signs on the road.
Directly before the hotel on the crossing there was something similar as an entrance to a cellar or a shelter . At least I was thinking that the whole time, so i didn’t really notice it. In the middle on the sidewalk nearly the center of the crossing. Til I saw the first women in supershort mini dresses with high heels late in the evening going down the entrance . Then I discovered one of the most announced bar in London. Cellar Door. Its really worth a visit.

Around the corner there is Jamaican Fastdod, very sharp, very hot, very good. Ossie’s Jerk Chicken. You Rastafarians.

The streets around the Covent Garden pleases me much in the evening.

London Dungeon was not so outstanding. Only really exciting were a few English teengirls, who screamed for nearly everthing. Otherwise it would have become boring. I think it does not matter, into which the strange shows one goes down there under the roads of London. Better are one of the theatres.
Werewolves OF London:
Warren+Zevon: Werewolves of London
Video

The words impressing me most in London were: Mind the Gap. I mean that is the most esoteric saying of the year. There is still so much we don’t know, what we have to do, so much to experience and to learn. Mind the Gap.

Wahlen: Kommunalwahl in NRW und Bundestagswahl stehen an. Wen wählen?

•15. August 2009 • 2 Kommentare

Viele unentschiedene WählerInnen überlegen auch Parteien rechts von der CDU zu wählen. Sinnvoll?

Nein!

Warum?

Wer denkt, daß sich rechte und rechtsextreme Parteien für Minderheiten einsetzen,
der vergisst, daß eine solche Regierung als erstes Minderheiten verhaftet. Minderheiten sind gefährlich für eine autoritäre Regierung. Man muss sich nur solche Regime, die in der jüngsten Zeit bestanden haben oder bestehen, ansehen. Vor allem Jugendkulturen und Jugendsubkulturen sind überhaupt von vorneherein verdächtig. Angepasste Menschen werden erwartet. Siehst du dich selber als einer Minderheit angehörig? Denk dran du wirst vielleicht der erste sein, der dann verhaftet wird.

Wer denkt daß sich rechte und rechtsextreme Parteien für sozial Schwache einsetzen,
der schaue sich mal Brasiliens Todesschwadronen an. Standardmässig kommen sozial Schwache entweder in Arbeitslager, Ghettos oder wenns gerade einen Krieg gibt an die Front. Auf keinen Fall gibt es adäquate und vernünftig bezahlte Arbeit für sozial Schwache. Gerne werden auch sozial Schwache in eine Kampforganisationen eingegliedert und prügeln dann auf andere sozial Schwache ein. Bis es keine mehr gibt und dann werden diese Organisationen aufgelöst. Schliesslich sehen sich rechte und rechtsextreme als Elite, da ist am Ende kein Bedarf für Unterpriviligierte.

Wer denkt daß sich rechte und rechtsextreme Parteien für Umweltschutz einsetzen,
der sollte wissen, daß jedes Wirtschaftsunternehmen nur genügend Geld an solche Organisationen zahlen muss, damit sämtliche Umweltbedenken ausgeschaltet werden. Egal wieviele Menschen dadurch sterben, völlig unwichtig, ist ja für einen höheren Zweck.

Wer denkt daß sich rechte und rechtsextreme Parteien für die Arbeiter einsetzen,
der wird sagen, daß ihr Versprechen meistens stimmt, daß alle Arbeit bekommen. Ja. Nur kein Geld. Denn die
Vorstellung ist ja, daß es minderwertige Menschen gibt, die dementsprechend auch weniger verdienen. Wer minderwertig ist, bestimmt die Partei. Vermutlich auch Du.

Wer denkt daß rechte und rechtsextreme Parteien internationale Politik machen,
der muss doch auch in aktuellen Beispielen sehen, daß die Standardpolitk von rechten Parteien in Kriegen besteht. Siehe auch den Punkt sozial Schwache.

Gibt es überhaupt jemand, für den es Sinn macht rechte und rechtsextreme Parteien zu wählen?

Ja,
wenn du davon überzeugt bist einer Elite anzugehören und wenn du bereit bist, sämtliche Menschen dafür
auszurotten und auch dich dafür jederzeit opfern zu lassen. Denn eigentlich gibt es bei rechten und
rechtsextremen Parteien nur eine Elite, nämlich die, die gerade jeweilig in einer solchen rechten Partei oder
Regierung bestimmen. Also auf keinen Fall Du. Alle anderen gehören ausgerottet.

Wer das für Satire hält oder denkt das ist alles übertrieben, der lese sich die Beiträge in manchen Comunities
durch, wo rechte und rechtsextreme Parteien aller Nationen aufeinander prallen und sich gegenseitig massakrieren. Das nennt sich dann Elite.

Fazit: Wenn ihr einfach mal den etablierten Parteien einen Denkzettel geben wollt, dann sucht euch Parteien, die tatsächlich eure Interessen vertreten. Rechte und Rechtsextreme Parteien sind einfach nicht wählbar.

Wer immer noch nicht überzeugt ist, der sollte sich an die Hamburger Bürgerschaftswahl erinnern, als der selbsternannte Hüter der Moral und Scharfrichter der Jugend Herr Schill, nach der Wahl sein wahres Gesicht zeigte. Drogen und Skandale waren seine Hobbies und Moral ist sowieso nur was für die Kleinbürger.

London ich komme / London here i come

•18. Juli 2009 • Kommentar schreiben

Cool es klappt tatsächlich. Im August fahre ich eine Woche mit meinem grossen Sohn nach London.Toll. Auf der Suche nach schönen Konzerten finde ich dann folgende in Google:
Ziggy Stardust – live at the Rainbow Theatre 1972
oder
The Who – Wembley Stadion 1979
Aber im Hier und Heute habe ich noch nichts besonderes entdeckt. U2 werden wir verpassen, Metallica und LinkinPark auch. Die Proms laufen, da werde ich eins besuchen. Aber klasse ist das Underage-Festival für meinen Sohn. Finde ich eine geniale Idee. Da dürfen nur Teenager hin, keine Erwachsenen, viele junge Bands, zum Teil kenn ich sogar welche, ich denke er hat Spaß dort. Solche Festivals sollte es überall geben.
Mal sehen, London ist auch ohne grosse Bands eine Show.

Cool it seems to get real.I’m going to London with my older son. great. Searching for some cool concerts i found this:
Ziggy Stardust – live at the Rainbow Theatre 1972
or
The Who – Wembley Stadium 1979
But in the now and here i didn’t find yet something interesting, we will miss metallica and linkinpark and also U2, but the Proms are going on, at least one i will find. What is really cool is the underage-festival for my son, only for teenager, no grown up is allowed. many young bands, and i really know some of them,i think he will enjoy it. Such festivals should be everywhere.
But London is enough show on itself even without bands.