Ein Nachtrag zum 1. Mai

•6. Mai 2015 • Schreibe einen Kommentar

Vielleicht begreift keiner mehr so richtig, dass wir an dem Tag all die Männer und Frauen auf der Welt feiern, die dafür gestorben sind, dass wir die Annehmlichkeiten heute haben, die wir noch haben. Ich betone noch.

Nicht nur die Männer und Frauen die bei Demonstrationen für mehr Arbeiter- und Angestelltenrechte gestorben sind, feiern wir. Nein auch die zig Millionen Frauen und Männer die mit Ihrer Gesundheit und ihrem Leben bezahlt haben.

Wofür eigentlich?

Damit wir heute einen 8 Stunden Tag haben.

Damit wir heute eine 40 Stunden Woche haben.

Damit wir ein arbeitsfreies Wochenende haben, sprich Samstag und Sonntag frei.

Damit wir Urlaub haben und zwar genug Urlaub um sich zu erholen.

Damit wir früh in Rente gehen können, damit wir auch noch was anderes vom Leben haben als nur Schule und Arbeit.

Damit wir Tarifverträge und -abschlüsse haben und ein Streikrecht. Oh ja damit wir ein Streikrecht haben, ganz AKTUELL, damit die Arbeitgeber nicht machen können, was sie wollen.

Damit wir Gewerkschaften haben, damit nicht jeder einzelne von euch am Hungertuch nagen muss. Habt ihr den ganzen Scheiß der letzten Jahrhunderte vergessen?

 

Ihr wollt also alle die Gewerkschaften abschaffen, weil ihr ja allein auch super euer Gehalt verhandeln könnt. Na dann viel Erfolg. Ihr habt nicht viel Sinn für Realität oder?

 

So und die Tarifstreitregelungen und das Streikrecht sollen im Sommer per Gesetz gebrochen werden.

Und keiner von euch regt sich auf, nein Ihr schimpft auf die Streikenden. Und wo wärt ihr ohne das alles?

 

Die Rente ab 60 ist von einem Tag zum anderen abgeschafft worden. Niemand hat’s gestört. Nein es wurde sogar eine Rente mit 67 eingeführt und nun wird die Rente ab 70 geplant. Und warum das alles?

Damit die Leute wegsterben, bevor sie in Rente gehen, ist billiger.

Lasst ihr euch eigentlich alles gefallen?

 

Die 35 Stundenwoche für die so viele in den 70ern gekämpft haben, ist still und heimlich abgeschafft worden.

Und keiner ist sauer deswegen. Ganz im Gegenteil, jetzt soll die 45 Stundenwoche angegangen werden und alle sind begeistert. Seid ihr eigentlich noch dicht?

 

Die Arbeitgeber wollen den 10 Stundentag wieder einführen und niemand hat etwas dagegen gesagt.

Ich glaube bei euch hackts.

 

Die Urlaubstage werden mal wieder angegegriffen und niemand merkt es.

Weil ihr alle denkt, eure Arbeitgeber sind so super sozial und geben euch freiwillig Urlaub. Ihr seid echt geisteskrank.

 

Aber das Geilste ist die Diskussion um den Samstag, den Sonntag und die Feiertage. Ein breites Bündnis aus CDU/CSU, der SPD, den Grünen und allen rechten und ach so „liberalen“ Parteien will die Samstage, Sonntage und Feiertage abschaffen. Warum wollen sie das? Weil sie dann auch am Wochenende und am Feiertag nicht auf die ganzen Annehmlichkeiten verzichten müssen, die so reiche Politiker sich leisten können. Damit sie aber nicht doof dastehen, wird das den Moslems in die Schuhe geschoben. Was ein kranker Scheiß, als würden die ohne Freizeit auskommen. Und ihr glaubt den Politikern so einen Scheiß auch noch.

Und seid auch noch begeistert, wenn ihr am Sonntag 24 Stunden lang den billigen Discounterscheiß kaufen könnt.

Dafür müssen dann die zig Millionen ihren Rücken krummschuften ohne Pause ohne Erholung.

Ihr kotzt mich alle an aber reichlich.

 

Wenn ihr nicht endlich aufsteht und mitstreikt und mitkämpft für ein normales Leben, dann tut’s mir leid. Dann habt ihr das alles nicht verdient, eure Freizeit, euer Glück, eure Gesundheit, eure Familie, eure Freunde und erst recht nicht einen demokratischen Staat.

Seid ihr wirklich so pervers und wollt ununterbrochen Arbeiten?

Es gibt so richtig geile Arschlochgegenden auf der Erde, wo ihr 24 Stundenlang Scheiß-Knochenarbeit machen könnt, für gar kein Geld. Geht doch da hin und lasst uns hier mit so einem kranken Scheiß in Ruhe.

Arbeiter und Angestellte und alle, die es noch werden wollen, haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben.

 

Das bedeutet der 1. Mai.

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Lebe Deine Träume – der wahre Sozialtourismus findet woanders statt – Live Your Dreams – true social tourism takes place elsewhere

•8. Mai 2014 • Schreibe einen Kommentar

Lebe Deine Täume – so heisst es in einer Tourismuswerbung und ein glückliches braunes Frauengesicht gaukelt uns vor, dass wir reichen Touristen überall Freude in die Welt tragen.
Doch in Wirklichkeit sterben überall auf der Welt Kinder, Frauen und Männer dafür, dass wir unsere Träume leben dürfen; verhungern Menschen, dafür, dass wir überall auf der Welt herumlaufen dürfen. Wir sei es nun Europäer, und hier sind alle auch die Osteurpäer gemeint, oder Nordamerikaner, wir stolpern in heilige Zeremonieen auf Papua, vögeln Kinder in Thailand und auf den Philipinen, zertrampeln Heiligtümer in Afrika und Südamerika, vergewaltigen Dienstmädchen in Ceylon und demütigen überall auf der Welt die Menschen, indem wir sie als Insassen eines riesigen Zoos betrachten, nur zu unserem Vergnügen.
Aber deren Träume die zählen nicht. Diese Menschen in der dritten Welt, in Afrika,  Südostasien, Südamerika und im Nahen Osten, die haben kein Recht ihre Träume zu leben. Die werden, wenn sie sich in Europa oder Amerika sehen lassen, bespuckt, geschlagen,  rausgeworfen und umgebracht.
Weil wir davon überzeugt sind, dass nur wir das Recht haben, zu leben, unsere Träume zu leben.
Diese Werbung ist eine Ohrfeige für die Armen überall auf der Welt.

Live Your Dreams – that is a headline in a tourism advertisement and a happy brown womans face makes us believe, that we rich tourists bring joy to the world .
But in fact everywhere in the world, children , women and men die for this, that we can live our dreams; there are people starving, so we can walk around anywhere in the world . We, let it be Europeans , and i mean all Europeans also the easteuropeans, or North Americans , we stumble into holy ceremonies on Papua, fuck children in Thailand and the Philippines , trample down sanctuaries in Africa and South America, rape servicemaids in Ceylon and we humiliate people everywhere in the world by considering them as occupants of a giant zoo , being there just for our pleasure.
But their dreams do not count. These people in the third world , in Africa, Southeast Asia , South America and the Middle East, do have no right to live their dreams . We will, if they can be seen in Europe or America , spit on them, beat them, throw them out or kill them.
Because we are convinced that only we have the right to live , to live our dreams.
Such an advertisement is a slap in the face of  all poor people all over the world.

Warum Deutschland gewählt hat:

•4. Oktober 2013 • Schreibe einen Kommentar

Das sagt alles darüber was Deutschland unter Demokratie versteht.
Focus-Titelseite vom 2. September 2013:
Welche Partei ist gut für mein Geld?

In Memoriam Jon Lord

•17. Juli 2012 • Schreibe einen Kommentar

Wie kaum ein anderer hatte Jon Lord nicht nur mit Deep Purple sondern auch Solo Einfluss auf meine muskialische Entwicklung genommen.
So wie auch von Millionen anderen jugendlichen in den 70ern in der ganzen Welt.
Er hat uns immer wieder deutlich gemacht, dass Musik nicht nur aus E-Musik und U-Musik besteht, sondern etwas universelles ist, dass immer in seiner Ganzheit zu betrachten ist.
Und das prägte seine musikalisches Schaffen bis zuletzt.
Durfte ich ihn vor ein paar Jahren doch noch mit dem Philharmonischen Orchester Hagen erleben, mit denen er seine bedeutendsten Werke in den Konzertsaal brachte.
Und damit machte er noch ein mal deutlich ob mit Deep Purple, ob seine symphonischen Werke ob Blues, alles war grosse Musik, die den alten Meistern in nichts nach stand.
Für immer in unseren Ohren, unseren Köpfen und unseren Herzen:

Smoke on the water

Jon Lord

Like nobody else Jon Lord had an influence on my musical
development not only with deep purple.
And it happened the same to millions of teenagers in the 70s in the whole world.
He did show us, that there is not only serious music and popular music, instead you have to see music as a whole.
This was it what formed his work at least.
So i had the pleasure to hear him with the Philharmonic Orchestra Hagen a few years ago with some of his greatest works.
The concert was a statement about the fact, that if it was his work with deep purple, his symphonic work or his blues, all is as great as the music of the old masters.
For ever in our ears, in our heads and in our hearts:

Smoke on the water

Landtagswahl in NRW – Wen man am 13.5. auf keinen Fall wählen sollte!!!

•3. Mai 2012 • Schreibe einen Kommentar

Nun ist es mal wieder Wahlzeit hier in NRW.

 

Wichtig ist dass ihr euch klar macht, was die letzten Wochen passiert ist.

 

Wer FDP wählt, dem muss klar sein, dass Liberalismus menschliche Kälte bedeutet.  Es war diese Partei, die gesagt hat, dass die Schlecker-Frauen ja sowieso nur 400 Euro Jobs hatten, somit brauchen die keinen Sozialplan. Es ist aber genau diese Partei, die schon immer einen Mindestlohn strikt ablehnt.

Also merke: Auf der einen Seite die Leute für einen Hungerlohn arbeiten lassen und nachher sagen, die haben sowieso zu wenig verdient, als dass sie wichtig sind.

 

Überhaupt: Die Regierungskoalition trampelt am liebsten auf den Armen dieser Republik herum. So hat das Bildungspaket ca. 1,3 Milliarden in diverse Kassen gespült, aber nur ein Bruchteil davon ist bei den Kindern Bedürftiger angekommen. Im Gegenteil das Geld wird von Kommunen und Trägern eingesackt und falls es doch noch in Anspruch genommen wird, wird es den Familien von ihren gesetzlichen Leistungen wieder abgezogen. Wer das nicht glaubt, kann das gerne mal überprüfen.

So wird das Ganze in den Kommunen und Ämtern, durch die Einsparungen einfach noch mal verdoppelt. Dies  wird natürlich von der Bundesregierung als voller Erfolg gefeiert, ist es doch eine geniale Subvention auf dem Rücken von den Kindern der Armen.

 

Genauso Menschenverachtend ist der Vorschlag der CDU das Kinder-Betreuungsgeld nicht an Hartz-IV-Empfänger zu zahlen. Das ist eine asoziale, unchristliche und menschenverachtende Denkweise die sich da deutlich herauskristallisiert,

Menschen die sowieso schon am untersten Rand unserer Gesellschaft gelandet sind, noch in den Hintern zu treten. Und man merke genau auf, schon wieder sind es die Kinder der Armen.

 

Es scheint überhaupt ein Lieblingswitz der Bundes-Regierungskoalition zu sein, Hartz-IV-Empfänger als die blödesten und schlechtesten Eltern der Nation hinzustellen. Und das ekelhafte daran ist, die lachen auch noch vor laufenden Fernsehkameras über ihren eigenen Witz.

 

Wer solche Parteien wählt, zeigt deutlich welchen Stellenwert echtes Christentum, Menschlichkeit und soziales Engagement für Ihn haben, nämlich gar keinen.

Anti-Flag am 16.4. im Zentrum Altenberg Oberhausen / Anti-Flag at the 16.4. in center Altenberg Oberhausen

•21. April 2012 • Schreibe einen Kommentar

Ein Punkabend, der so geil war wie schon lange keiner mehr.  Schon alleine, dass hier 3 Bands spielten, für einen Eintrittspreis, zu dem man normalerweise nicht mal eine bekommt, darunter eine der angesagtesten Bands der USA. Das alleine war schon Anreiz genug.
Als erstes spielte Hostage Calm einen schönen Punk, der einfach Stimmung machte. Witzig war, als die Band auf die Bühne kam, dachten alle, das sind die Roadies.  Dann ohne Ankündigung legten sie einfach los und verblüfften das Publikum.
Immer wieder ein guter Gag unter Punkern:  Nachdem die ersten drei Stücke schon sehr schnell waren, wurde dann als nächstes  ein schnelles Stück angekündigt, zur Abwechslung :D.
Die nächste Band Red City Radio machte einen härteren Punk, mit bluesigen Vocals und schönen Mitgröhl-Liedern. Musikalisch auch schon ein Level höher anzusiedeln, wenn man das so sagen möchte. so brachten sie die Menschen denn auch schon anständig zum pogen.
Beide Bands sind life auf jeden Fall zu empfehlen.
Aber Anti-Flag war dann doch eine Steigerung. Absolut genial, perfekter Sound, eine wahnsinnige Show und sie legten einen begeisterten Punk hin, den ich so schon lange nicht mehr gehört habe.
Das Publikum war bei Ihnen und sie waren beim Publikum. Das waren keine fernen Stars sondern Punks unter Punks. Und dabei sind die vier musikalisch einfach grandios.
Immer wieder brachten Sie das Publikum dazu mitzumachen, auf einfachste Weise, ja, aber Punk eben. Sie liessen sich auch nicht durch die vielen Stagediver stören. Wie gut dass es auch Punknachwuchs unter 16 gibt :D, der sich, zaghaft noch aber immerhin, auch schon im Stagediving übte :D.
Da fühlt sich so ein alter Sack wie ich doch, als wäre es 35 Jahre früher :D.
Auf welch hohem musikalischen Niveau die vier spielen, zeigte sich immer wieder, wenn einer der Roadies mitten im Stück die Gitarre von einem Musiker nahm und sie stimmte, während die Band weiter spielte.
Einige weltberühmte Bands hätten da schon das Handtuch geschmissen.
Wie sehr die Band beim Publikum war, wurde zweimal sehr deutlich. Einmal brachen Sie mitten im Stück, es war schon in der Zugabe, wie auf Kommando ab und versuchten herauszufinden ob sich jemand beim Pogen im Circle-Pit verletzt hatte. Aber alles war Ok und der Mensch, der seine Brille verloren hatte, musste sich von Chris#2 eine nicht ganz ernst gemeinte Warnung, das
nicht noch mal zu machen, anhören. Und dann als wäre nichts geschehen, setzten sie unvermittelt einfach gemeinsam wieder ein.
Der Hammer war als sie sich nach der Zugabe noch ihre Instrumente abbauten und sich mit Schlagzeug, Mikrofonen und Gitarren ins Publikum mischten.
Am Schluss versuchten Sie dann, alle noch mit Handschlag zu verabschieden.
Das sind Musiker, wie es sie selten gibt. Welche die mit ihrer Musik den Fans nahe sein wollen.
Ein absolut unvergessliches Erlebnis und ich muss versuchen, die so schnell wie möglich wieder zu sehen.
Aber nicht vergessen werden sei ihr gradliniges politsches Statement: Anti-Kapitalistisch, Anti-Rassistisch, Anti-Sexistisch, Anti-Homophobisch.
Anti-Flag

http://www.anti-flag.com

Fuck the flag!

Fuck the world, a lot of people gotta die tonight
Fuck the world,Fuck ‚em all!

A punk evening that was so cool like none in a long time. Even that three bands played for a price you hardly get one for, including one of the hottest bands in the United States. That alone was enough offer to go there.

First Hostage Calm played a nice punk, that did set up the mood for what will come. Funny was that when the band came on stage, everyone thought they were the roadies. Then they laid off without a warning and simply stunned the audience.
Always a good gag among punks, after the first three pieces were very fast, they announced for a change a fast piece. 😀

The next band Red City Radio made a lot harder punk with bluesy vocals and plain songs, good to sing a long with. Musically a level higher if you want to say so. And so they made the pace a bit higher this evening. Giving the people a couple of wonderful songs and let them pogo allready a while.
I really recommend to go and watch both bands life.

But anti-Flag did beat them all. Absolutely brilliant, perfect sound, a crazy show and they did an enthusiastic punk. I’ve didn’t hear that for a long time.
The audience was with them and they have been with the audience. Not the distant stars but punks among punks. And the four are musically just terrific.
Again and again they brought the audience to join in, in the simplest way, yes, but its punk. Not even the stagedivers did disturb them. So its good to see, that there grow again young punks, teens :D, who also already practiced Stage Diving, but just with caution and slowly 😀 .
So an old bag like me felt like being 35 years earlier :D.
What a high musical level the four did play, one can see, when in the middle of a song a roadie takes the guitar of a bandmember to tune it, while the band played on.
Some world-famous bands would have thrown in the towel on that point.
How near the band is with the audience have been clearly twice. First time they stopped a song aprupted to find out if someone was hurt poging in the circle pit. But nothing has happened, just one man has lost his glasses, so Chris # 2 gave him a not really serious warning, not to do this again. And then they played on wiht the song just as they never did stop.
But the greatest thing was after the encore, as they just packed their instruments, the drums, guitars and microphones and stepped down into the crowd.
At the end they still tried to shake every hand.
This kind of musicians, who just want to be close with there fans, are so rarely.
An absolutely unforgettable experience and I must try to see them again as soon as possible.
But don’t forget their straightforward political statement: Anti-capitalist, Anti-racist, Anti-sexist, Anti-homophobic.
Anti-Flag

http://www.anti-flag.com

Fuck the flag!

Fuck the world, a lot of people gotta die tonight
Fuck the world,Fuck ‚em all!

Generation Plus X0 eine Verarschung sondergleichen / Generation plus x0 getting screwed

•15. April 2012 • Schreibe einen Kommentar

Es ist erschreckend was sich die Kulturbürokraten in den Ämtern, Zeitungen und Konzertbüros für katastrophale Gedanken über die Generation über 50 machen.

Da gab es einen Artikel in einer der Tageszeitungen, wo gross und breit erörtert wurde, dass das Kulturangebot für die Generation 50plus erweitert werden müsse. Mit so abgrundtief ekelhaften Vorschlägen wie mehr Handarbeitskurse und mehr Schlager- und Volksmusikkonzerten.

Es reicht ja nicht, dass es Kurse für  plus50 gibt, in denen man Bus fahren lernt oder das Anschalten des PCS. Was den Eindruck erweckt, als wären wir alle bislang in irgendwelchen Kellern versteckt gewesen.

Ja sind denn solche Schreiberlinge und Beamten alle mit einer grossen Leere statt Gehirn geschlagen?

Ist denen nicht bekannt, dass die Menschen die dieses Jahr in Rente gehen, die Welt verändert haben. Dass sie zu Elvis den Rockn’Roll getanzt haben, Hallen zertrümmert und Haartollen getragen haben?

Ist denen nicht klar, dass die heute über 50 jährigen auf Vietnamdemonstrationen unterwegs waren. Dass sie in Glam und Glitterrock aufgewachsen sind. Dass sie Häuser besetzt haben und seit Jahrzehnten in Brockdorf demonstrieren. Dass sie Grüne Politik und das Internet überhaupt erst möglich gemacht haben?

Wer kennt denn Computer nicht besser wie wir? Wer treibt denn die Kultur voran, wenn nicht wir? Sind es doch wir, die wir in den Führungspositionen sitzen ob nun in linken Organisationen oder in den Unternehmen.

Aber in den Ämtern und den Kulturabteilungen der Zeitschriften lebt man anscheinend noch im 19. Jahrhundert.

Es erzeugt Wut in mir, wenn ich merke, dass so getan wird, als wären alle über 50 senile Bierzeltleichen. Und gleichzeitig sind sich sogar Sozialdemokraten nicht zu blöde einer Rente erst ab 67 die Stange zu halten. Bei Arbeitszeiten über 40 Stunden pro Woche. Als wären die Diskussionen um  Arbeitszeitverkürzung und Lebensarbeitszeitverkürzung nicht genau von uns in den 70ern geführt worden.

Es wird Zeit, dass auch wir über 50jährigen wieder auf die Strasse gehen und dafür sorgen, dass man hört und sieht, was uns wirklich interessiert. Nur über das Konsumverhalten kann soetwas nicht geschehen.

New York feiert zur Zeit die Konzerte der Band Kraftwerk.  Das sollte unseren Kulturbürokraten ein Vorbild sein.

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It’s scary what thoughts the cultural bureaucrats in the offices, newspapers and concert agencies have about the generation over 50.

There was an article in a newspaper, where they discuss large and broad how the cultural offer for the 50 plus generation must be extended. With such disgusting proposals as more courses for needle works and more  concerts with music you can hear in the homes of the aged.

Its really a nogo that there are courses for plus50, where one learns how to go by bus or turning on a PC. What gives the impression that we did all have been hiding in some caves since now.

Are those hacks and officials are all hit with a big void instead of brain?

Do they know that the people are going to retire this year, have changed the world? That they have danced with Elvis the Rockn’Roll, shattered Dance-halls and did wear petty coats and greasy curls?

Do they know that the over 50 year olds have been on Vietnam demonstrations? That they grew up in glam and glitter rock. That they made the anti-nuclear movement, Green politics and the Internet possible at all?

Who knows computer better than us? Who is driving the culture if we don’t? We are the ones that are in the leadership positions whether in the left-wing organizations or in the companies.

But the bureaucrats in the offices and the cultural departments of the magazines seem to live in the 19th Century.

It makes me angry, when I realize that they seem to see us over 50 year old as if we are all drunken seniles. And while even the social democrats are stupid enough to claim the people should work til 67 or later, with more than 40 working hours a week. It seems as the debate about shorting working hours and live working time would not have been performed in the 70s by us.

It is time that we over 50 year old go back on the road and make sure that they hear and see what really interests us. Only consumer behavior can not change anything.

But by the way New York’s musical highlight in these days are the concerts of the band Kraftwerk.